Leuchtturm-Fortbildung
Ein Leuchtturm steht symbolisch
als Orientierung für Ihre Abläufe im Leben
…wo stehe ich in meinem Leben…
…vor welchen Untiefen und Hindernissen stehe ich…
…wie können meine Wege aussehen, um sicher zu mir zurückzukehren…
Werden Sie Ihr eigener Leuchtturm
Selbstbestimmte Gesundheit
Taben-Rodt und Saarburg
Aus gutem Grunde bietet Ihnen das im Jahr 1993 gegründete Lehr- und Forschungsinstitut Auditorium Health die Leuchtturm-Fortbildung „Selbstbestimmte Gesundheit“ an.
In der zurückliegenden Geschichte unserer Gesellschaft lagen die Gesundheitspflege und Gesundheitsförderung fast vollständig in der Hand eines jeden Selbst. In einer in München erstellten wissenschaftlichen Arbeit konnte herausgefunden werden, dass die Bevölkerung in der Zeit um das Jahr 1820 ca. 3-7 Tage in der Lage war, die gesundheitliche Selbstversorgung zu übernehmen. Auch wurde in dieser Erarbeitung herausgefunden, dass die Bevölkerung zu dieser Zeit auch über das erforderliche Wissen verfügte, um eine eigenständige Umsetzung durchzuführen.
Ein Arzt, im Bildungsstand und seiner eingeschränkten Möglichkeiten der damaligen Zeit, wurde nur zu einer erweiterten Hilfestellung oder Intervention hinzugezogen.
Das Wissen war insgesamt zu dieser Zeit empirisch überliefert und durch Vernetzung verschiedenster Wissensbereiche bereits so weit entwickelt, dass eine detaillierte Beschreibung einer „Dynamik von Gesundheit und Krankheit“ erfolgte, die auch in unserer heutigen Epoche nach wie vor Gültigkeit hat und durch die Naturwissenschaften erklärend vertieft wird.
Seinerzeit wie heute tritt eine Feststellung generell in den Vordergrund, dass das Erhalten und Entwickeln von Gesundheit nur von jedem Selbst ausgehen kann und durch äußere Maßnahmen nicht ersetzt werden kann. Dieser Ablauf ist heute nur noch indirekt bewusst, während vor ca. 200 Jahren noch durchgängig die Bevölkerung in der gesundheitlichen Versorgung eigenständig war, sind aktuell über 76 % unserer Bevölkerung nicht in der Lage einen ersten Tag von einer akuten Erkrankung eigenständig zu bewältigen. Erlernte Abhängigkeit von eingreifenden Medizinsystemen ist an die Stelle gesundheitlicher Selbstbestimmung und vermeintlicher Aufrechterhaltung von Gesundheit getreten.
Das uns vertraute Medizinsystem ist wie vor 200 Jahren für den „medizinischen Eingriff“ vorgesehen, wenn die eigenen Abläufe zum Gesund sein nicht mehr ausreichen oder versäumt wurden. Demnach ist nach wie vor Gesundheit eine eigene Verantwortung.
Wie schon vor 200 Jahren wurde Ende der 1970er Jahre die Beschreibung der „Dynamik von Gesundheit und Krankheit“ von Aaron Antonovsky wiederholt. In diesem Zusammenhang wird hervorgehoben, dass selbst die widrigste gesundheitliche Situation eine Ressource für das Leben beinhaltet und die Bewältigung nur durch „Verstehen“ der Ursache und daraus abgeleiteter Maßnahmen erfolgen kann. Das „Verstehen“ ermöglicht ein zielgerichtetes „Handeln“, um daraus die Ressource der „Bedeutsamkeit“ zu entwickeln, eben die gesundheitliche Stabilität.
Heute, nach weiteren 40 Jahren ist diese Grundlage für den Erhalt und die Entwicklung von Gesundheit gleichgeblieben, aber durch „neues Wissen“ erweitert worden. Die Erweiterung bezieht auf das umfassendere und tiefere „Verstehen“ von Ursachen und damit der Entwicklung eines tieferen „Selbstverständnisses“, dies führt zu verfeinerten Möglichkeiten des „Handelns“, um sich in der eigenen Persönlichkeit möglichst optimal zu stabilisieren. Dies beinhaltet auch, dass die Möglichkeiten, die für die Anderen womöglich gut sind, für einen selbst nicht diesen Bezug haben oder sogar auch störend wirken können. Es wird auch möglich, dass man sich gegen die in allen Medien und Netzen in breitem Rahmen angebotenen „Gesundheitsleistungen“ abgrenzen kann und sich mit ausgewählten Mitteln oder Verhaltensweisen selbst stabilisieren und darin erhalten kann.
Sie können so aus den von Ihnen übernommenen Programmen und Erwartungen der Außenwelt aussteigen. Durch die Entwicklung von selbst-entscheidendem Denken und Handeln gelangen Sie zu einer Autonomie, wie Sie bereits im Jahr „1784“ von dem Philosophen Immanuel Kant geschildert wurde:
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“
– Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Berlinische Monatsschrift, 1784,2, S. 481–494
Sie sind hiermit eingeladen sich Ihrer Mündigkeit zu nähern und in den Genuss der Wissenshintergründe zu gelangen, die Sie in eine größere Autonomie leiten und in Ihrem Leben nutzen können. Die Inhalte der Fortbildung sind so aufgebaut, dass darüber in Ihnen die Möglichkeiten der Gesundheitsförderung geweckt und in die Umsetzung übergeleitet werden. An der Fortbildung kann jede/jeder Interessierte teilnehmen, unabhängig von vorhergehender Qualifikation.
Fortbildungsinhalte
Die Fortbildung ist in Form von Modulen gegliedert, deren Abfolge eine verknüpfende Vermittlung von „Verstehen und Handeln“ ermöglichen. Die Bildungsinhalte werden digital über meine Internet-Lernplattform bei Moodle und an zusätzlichen Präsenztagen vermittelt und vertieft. Die Präsenztage bieten Ihnen zusätzlich die Zeit und den Raum zur Betrachtung Ihrer individuellen Themen, die auch den Bereich von Trauma-Themen beinhalten, welche jeder von uns in unterschiedlicher Intensität erfahren hat. An den Präsenzterminen kann auch ein begleitendes Coaching nach Balint u. a. Inhalt der Begegnung sein, abhängig von den Themen der Gruppe. Durch diese besondere Kombination kann die Ausbildung von Ihnen an die verschiedensten Abläufe Ihres täglichen Lebens adaptiert werden.
Folgende Themen der vernetzten Module sind für die Fortbildung vorgesehen
Modul 1 – Gesundheit und Krankheit
Gegenstand des Moduls sind Themen wie:
Differenzierung von individueller Gesundheit und Krankheit als Basis der Verstehbarkeit / Erhalt und Entwicklung von Gesundheit / Handhabbarkeit von Gesundheit durch basale Selbstfürsorge und basale Selbstregulation / Bedeutsamkeit des Erhaltens von Gesundheit / Wurzeln der Gesundheit in den zurückliegenden Generationen und der genetischen Anlage / Eigene auf Gesundheit bezogene Lebensbiografie in Verbindung mit Erziehung, Sozialisation und Identifikation / Reaktionsebenen des Körpers / u.a.
Modul 2 – Funktionalität von Gehirn und Nervensystem
Gegenstand des Moduls sind Themen wie:
Anteile und Aufgabenzuordnungen des Nervensystems / Sinnesorgane und die Bedeutung des „Sinnesentwicklung“ des Kindes für die Bildung und Orientierung im Leben / Bedeutung von Bindungsprägung, Bildungsprägung, Umsetzung von Entwicklungskrisen und Förderung der individuellen Persönlichkeit / Bewusstsein-Unterbewusstsein und neurologische Kompetenz-Anlagen (Neuroplastie) / Biologie und Physiologie Steuerung und Regulation von Körperabläufen – PNEI (Psycho-Neuro-Endokrin-Immunologie) / Interaktion von Psychologie und Neurologie mit dem Körper – Psychosomatik / u. a.
Modul 3 – Bewusstsein des Körpers – Stressregulation
Gegenstand des Moduls sind Themen wie:
Neurologische Interaktion über das unwillkürliche Nervensystem / Bedeutung der Vagus-Regulation – Bezüge zu Störungen der Atmung, der Herzfunktion, der Verdauungsorgane / Störungen der muskulären Spannungsregulation in Bezug auf Muskelschmerzen, Muskelspannungen, Rückenschmerzen, Blasen- und Prostataprobleme / Auslöser von Zähneknirschen und Zähne pressen und die Auswirkung auf die gesamte Muskulatur des Körpers / Störungen der Gewichtsregulation und der Sexualhormone / Mikrobiom des Darmes, die Cholesterinregulation und der Diabetes als Überlastungskommunikator / Störungen der Regulation durch Substitutionsprozesse und Nahrungsergänzung / Hintergründe zur Entstehung von Krebs und Auto-Immun-Erkrankungen / u. a.
Modul 4 –Stabilisierung
Gegenstand des Moduls sind Themen wie:
Edukation-das Wissen und Verstehen um die Zusammenhänge / Grundlagen der Selbstfür-sorge in Bezug auf Ernährung und Hygiene / Grundlagen der Selbstregulation über Sport und Entspannungstechniken / Ressource des kommunikativen Austausches / Bedeutung von Yoga, Meditation, Achtsamkeit, QiGong, u. a. / Zeitmanagement, Selbstbestimmtheit und Burn-Out Prävention / Informationsmanagement aus Medien, sozialen Medien und KI-Prozessen / Verantwortungsvoller Umgang mit komplementären Heilverfahren (Akupunktur, Akupressur, Massagen, Homöopathie, Phytotherapie, u. a.)
Eckpunkte der Fortbildung
Folgende Eckpunkte sind für Sie wichtig:
Zugang zur Fortbildung
- Es bestehen keine besonderen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Fortbildung. Alle Interessierten können daran teilnehmen, unabhängig von beruflicher Aktivität und dem Bildungsstand u. a. Parametern.
- Wie bei allen Seminaren, Schulungen und Fortbildungen ist zu beachten, dass die Inhalte therapeutische Wirkung entfalten können-demnach ist es keine Fortbildung die rein konsumierend verstanden werden kann.
- Alle Teilnehmenden erhalten über die Teilnahme eine differenzierte Bescheinigung.
Dauer
- 1 Kalenderjahr in Form von 4 Modulen, die erste Fortbildung beginnt am 1. Januar 2026 und endet am 31. Dezember 2026, die nächsten Abläufe beginnen immer zum 1. Januar eines Kalenderjahres
- Unterrichtseinheiten sind mit einer Dauer von 45 Minuten definiert.
- Der digitale Ausbildungsbereich durch Blended Learning umfasst pro Monat
- einen digitalen Lehrbeitrag der von Ihnen zeitlich frei planbar angesehen und bearbeitet werden kann
- einen weiteren digitalen Begegnungsabend an dem Anwesenheit bestehen sollte und dabei ein aktiver Ablauf mit der Gesamtgruppe erfolgt
- Die Präsenzveranstaltungen finden am Ende eines Moduls, in der Regel Ende März, Ende Juni, Ende September und Ende Dezember in Saarburg, Taben-Rodt oder je nach Konstellation der Gruppe, in einem heimatnahen Ort statt.
- Zeitlich sind die Präsenzen von 10.00 Uhr bis 17.00-18.00 Uhr vorgesehen.
- Die Fortbildungsgruppe umfasst maximal 12 Teilnehmer
Kosten
Für die Fortbildung entstehen folgende Kosten:
4 Raten zu je 600 € zum 1. Eines jeden Fortbildungsquartals (1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober) durch Lastschrifteinzug
In den Fortbildungskosten sind die erforderliche Hand Outs enthalten.